Alle Diktate und Arbeitsblätter wurden in der Praxis entwickelt und erprobt. Die
Texte sind nach der Wortanzahl geordnet. Die Reihenfolge muss jedoch nicht eingehalten
werden.
Verschiedene Themenkreise sind bei dieser Diktatsammlung berücksichtigt:
- Diktate mit jahreszeitlichem Bezug
- Diktate mit sachkundlichem Bezug
- Diktate mit Bezug zur Umwelt der Kinder
Das erste Arbeitsblatt enthält den
Diktattext in Druckschrift und Schreibschrift.
Das zweite Arbeitsblatt (Querformat) enthält weitere Übungen ohne Text:
-
Rätselwörter-Buchstabensalat (synthetischer Aufbau des Wortes)
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Wiederholung der Wortarten
-
Einzahl/Mehrzahl
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Silbentrennung, Wiederholung der Regel
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Wiederholung der Rechtschreibregeln
Klasse 4 Diktat Nr.1
Das Laub im Herbst
Das Laub im Herbst
fällt auch an völlig windstillen Herbsttagen von den Bäumen. Warum ist das so? Zwischen
Zweig und Blattstiel bildet sich schon im Sommer ein Korkgewebe. Am Ende des Sommers
zerfällt das Blattgrün. Dadurch verfärbt sich das Laub. Das Blatt wird nicht mehr mit
Nährstoffen versorgt, da die Zellen des Korkgewebes absterben. Nun reicht das eigene
Gewicht des Blattes aus, um es vom Ast zu lösen. Es segelt langsam zu Boden.
(75 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.2
Die Sonnenblume
Weit leuchten die
großen Blütenkörbe der Sonnenblumen. Es sind Körbe, die viele Blüten enthalten. Am
Rande des Korbes stehen die hellgelben, zungenförmigen Blüten, im Inneren die
gelbbraunen Röhrenblüten. Aus den Blüten werden hellgraue Samen, die viel Öl enthalten
und daher von den Vögeln gern gefressen werden. Aus den Samen werden aber auch Speiseöl
oder Margarine hergestellt. Die Sonnenblume kann bis zu drei Meter hoch werden. Sie wendet
den Blütenkorb immer der aufgehenden Sonne zu, daher ihr Name.
(79 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.3
Fuchs und Gans
Ein Fuchs fängt
eine Gans und will sie gleich verzehren. Die Gans bittet jedoch, vor ihrem Ende noch mal
tanzen zu dürfen. Der Fuchs ist einverstanden. Sofort breitet die Gans ihre Flügel aus
und beginnt, vor dem Fuchs zu tanzen, wie es Gänse tun, bevor sie anfangen zu fliegen.
Nachdem sie eine Weile getanzt hat, fliegt sie davon. Da hat der Fuchs das Nachsehen. Er
sagt: "Vor dem Essen darf bei mir niemand mehr tanzen!"
(79 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.4
Till als Lehrer
Einmal arbeitete
Till Eulenspiegel als Hilfslehrer. Eines Tages kam der Herzog und hörte in Tills Klasse
beim Unterricht zu. Bei jeder Frage meldeten sich alle Schüler, und immer kam eine
richtige Antwort. Sehr zufrieden verabschiedete sich der Herzog. Der Rektor glaubte
jedoch, dass Till einen Trick angewendet hatte und wollte das Geheimnis erfahren.
Bereitwillig gab Eulenspiegel Auskunft: "Auf jede Frage meldeten sich alle Kinder.
Wer die rechte Hand hob, wusste eine Antwort. Die Linkshänder durften nicht gefragt
werden!"
(81 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.5
Eine kurze Krankheit
Es ist acht Uhr.
Mutter ruft ganz aufgeregt: "Es ist höchste Zeit, Petra! Du musst aufstehen!"
Petra jammert: "Mir tut alles weh: der Hals und die Ohren, der Kopf und auch der
Bauch." Mutter sieht sich die seltsame Kranke genau an. Sofort weiß sie, was los
ist. "Schade, wir wollten doch heute ins Kino fahren und danach Eis essen
gehen." Langsam und vorsichtig setzt Petra einen Fuß aus dem Bett und stottert:
"Mutti, ich glaube, mir geht es schon wieder besser."
(84 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.6
Unreife Pflaumen
Max ist bei seiner
Tante zu Besuch. Er sieht, dass der Pflaumenbaum im Garten schon Früchte trägt. Schnell
rennt er zum Baum. Er weiß aber nicht, wie er die Pflaumen herunterbekommen soll. Der
Baumstamm ist viel zu hoch. Er rüttelt und schüttelt den Baum, dabei fallen einige
Pflaumen auf die Wiese. Max sammelt sie auf und isst die grünen Pflaumen. Nach einer
Weile wird ihm schlecht. Er hat Durchfall mit starken Bauchschmerzen. Max weiß jetzt,
dass er nie wieder unreife Früchte essen wird.
(85 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.7
In Gedanken
Täglich fährt ein
älterer Herr mit dem Bus in die Stadt. Auch heute steigt er wieder ein und geht zu einem
freien Platz. Hut und Schirm hängt er an den Haken, setzt sich und liest die Zeitung. Als
er am Ziel ankommt, sind die anderen Leute schon ausgestiegen. Er nimmt Hut und Schirm und
guckt aus dem Fenster. Die Sonne scheint, und er denkt: "Gut, dann kann ich den
Schirm heute zu Hause lassen." Er stellt ihn in die Ecke und steigt aus.
(85 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.8
Advent
Advent heißt
Ankunft. Jedes Jahr im Dezember beginnt die Adventszeit, die uns alle an die Geburt des
Jesuskindes erinnern soll. Die Leute hängen nun überall Kränze auf. In unserem
Klassenraum hängt auch ein großer Adventskranz mit vier roten Kerzen und Schleifen. Ein
paar vergoldete Tannenzapfen schmücken den Kranz. Jeden Montag zünden wir eine neue
Kerze an. Am letzten Montag brennen alle vier Kerzen. Bis zum Weihnachtsabend dauert es
jetzt nicht mehr lange. Wir können es kaum noch erwarten. Hoffentlich erfüllen sich dann
unsere Wünsche.
(85 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.9
Die Leseratte
Immer wenn Karin
etwas Zeit hat, sitzt sie mit einem Buch in der Ecke und liest. Man darf sie dann nicht
stören. Stundenlang kann sie sich in ein Buch vertiefen, was ihr richtig gefällt. Mutter
nennt sie immer: "Meine kleine Leseratte." Wenn ihre Geschwister sie beim Lesen
unterbrechen, schimpft sie mit ihnen. "Lasst mich bloß in Ruhe! Wagt das nicht noch
einmal!" Wenn jedoch ihre Eltern rufen, legt Karin das Buch lieber zur Seite, sonst
könnte es noch Ärger geben. Da hört der Spaß auf.
(87 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.10
Der Drachen
Die Kinder haben in
der Schule einen Drachen gebaut. Uli nimmt seine kleine Schwester Julia mit, um den
Drachen steigen zu lassen. Am Stadtrand wollen sie es probieren. Bei dem starken Wind
fliegt der Drachen sofort. Uli und Julia halten die Schnur abwechselnd. Da gibt es auf
einmal einen Ruck. Die Schnur ist gerissen, und der Drachen fliegt davon. Auf der anderen
Seite vom Fluss verschwindet der Drachen hinter einer Wand. Uli ist so traurig, doch Julia
tröstet ihn: "Vati baut mit dir bestimmt einen neuen Drachen."
(88 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.11
Der gute Rat
Neun Freunde gingen
an einem Samstag spazieren. Nach einer Weile sagte einer: "Ich muss einmal zählen,
ob wir noch alle da sind. Ich bin ich, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
Da müssen wir also einen verloren haben!" Alle erschraken, weil einer fehlte. Sie
zählten noch einmal, kamen aber wieder nur bis acht. Schließlich kam ein Fremder daher.
Er gab ihnen den Rat, sie sollten alle einmal ihre Nasen in den Sand stecken und dann die
Löcher zählen. Sie taten es. Es waren neun Löcher.
(90 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.12
Osterzeit
In der Osterzeit
ist es in der Schule immer besonders schön. Im Klassenraum steht eine große Vase mit
blühenden Zweigen. Wir tuschen im Kunstunterricht einen braunen Osterhasen. Er sitzt
neben einem Osternest mit vielen bunten Eiern. Auch unsere Fenster werden mit österlichen
Fensterbildern geschmückt. Unsere Lehrerin bringt jedes Jahr ein Ostergedicht mit, das
wir dann immer schön abschreiben, verzieren und auswendig lernen. In Religion lernen wir,
dass Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde und Ostern wieder auferstanden ist Auch daran
sollen wir denken. Auf die Osterferien freuen wir uns schon alle.
(91 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.13
Der erste Schnee
Endlich schneit es.
Die Kinder können im Unterricht kaum noch aufpassen. Bei Schulschluss stürmen alle nach
draußen. Dort gibt es erst einmal eine tolle Schneeballschlacht. Nun laufen alle Kinder
nach Hause zum Essen. Anschließend müssen noch die Hausaufgaben erledigt werden. Danach
wird draußen getobt und gespielt. Susi und Peter wollen einen Schneemann bauen. Sie
rollen drei Kugeln und stellen sie aufeinander. Auf den Kopf setzten sie einen alten
Kochtopf. Für die Augen und den Mund nehmen sie kleine Steine, für die Nase hat Mutti
eine Möhre spendiert. Winter ist toll!
(93 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.14
Der Schmetterling
Fast zu allen
Tageszeiten kann man im Sommer Schmetterlinge sehen. Auf den blumigen Wiesen flattern die
bunten Tagfalter von Blüte zu Blüte. In der Dämmerung fliegen die schnellen Schwärmer
zu den Blüten, die erst am Abend stark duften. Alle Schmetterlinge haben vier große
Flügel, die dachziegelartig mit Schuppen bedeckt sind. Ihre Nahrung ist der süße
Blütensaft. Sie nehmen ihn mit einem Saugrüssel auf. Zu den bekanntesten Schmetterlingen
bei uns gehören: Zitronenfalter, Tagpfauenauge und Nachtpfauenauge. Wenig Freude haben
wir an den Kleinschmetterlingen, den Kleidermotten. Die Raupe der Motte frisst Löcher in
Wollkleidung.
(93 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.15
Igel
Diesen drolligen
Gesellen sieht der Gärtner gern. Der Igel frisst schädliche Insekten, Mäuse und
Schnecken. Er wagt sogar den Kampf mit Schlangen. In der Nacht geht er auf Nahrungssuche.
Sein Stachelkleid gibt ihm den besten Schutz. Wenn Gefahr droht, rollt er sich zusammen.
Dann ist er eine kleine Kugel voll spitzer Stacheln. Mit den Stacheln spießt er mitunter
Laub, Moos und Fallobst auf und trägt es in seinen Schlupfwinkel und in sein
Winterquartier. Wer im Herbst für die Igel einen Laubhaufen zum Überwintern geschaffen
hat, hat im Frühling vielleicht eine Igelfamilie im Garten.
(94 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.16
Ein unheimlicher Abend
Tina und Björn
sind allein zu Hause. Sie liegen im Bett und erzählen sich Geschichten. Ihre Eltern sind
ins Kino gegangen. Plötzlich klopft es am Fenster. Die beiden Kinder bekommen einen
großen Schreck. Es klopft schon wieder. Tina flüstert: "Da muss jemand
hochgeklettert sein. Vielleicht ist es ein Einbrecher! Ich habe Angst!" Wieder klopft
es. Jetzt hören sie eine Stimme rufen: "Öffnet ihr bitte?" "Das ist
Papa!" ruft Björn erleichtert. Schnell ziehen sie den Vorhang weg und sehen ihre
Eltern. Sie hatten den Schlüssel vergessen. Weil die Klingel nicht ging, mussten sie
Steine hochwerfen.
(97 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.17
Lumpi
Eines Tages brachte
meine Tante einen jungen Dackel in einem Körbchen mit. Er sah mit seinen krummen Beinen,
seinen kleinen Schlappohren und seinen glänzenden Äuglein ganz putzig aus. Ich strich
ihm voller Freude über sein rotbraunes Fell und beschloss, dass er Lumpi heißen solle.
Lumpi machte uns viel Freude, aber auch Ärger. Er knabberte zu gerne an der Tapete. Eines
Tages war ein großer Riss darin, denn Lumpi hatte einen losen Zipfel erwischt und
kräftig daran gezogen. Meine Mutter schimpfte tüchtig. Lumpi ließ den Kopf hängen,
kniff den Schwanz ein und kroch unter einen großen Sessel.
(98 Wörter)
Klasse 4 Diktat
Nr.18
Der tolle Hut
Frau Müller ist zu
einer Konfirmation eingeladen. Dafür kauft sie sich ein lila Kostüm. In einem
Schuhgeschäft findet sie auch ein Paar Schuhe im gleichen Farbton. Es ist nur schwierig,
einen passenden Hut zu bekommen. Keiner gefällt ihr. Schließlich setzt sie ein tolles
Exemplar auf. "Dieser Hut steht mir wunderbar", strahlt sie, "den nehme ich
und keinen anderen." "Gewiss", zögert die Verkäuferin, "aber da muss
ich erst einmal fragen, ob ich ihn verkaufen darf." "Wie soll ich das verstehen,
ist er etwa vorbestellt?" fragt Frau Müller. Die Verkäuferin antwortet: "Das
nicht, aber es ist unser Lampenschirm."
(99 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.19
Ein Ferienerlebnis
Familie Lange macht
in diesem Jahr Ferien in den Bergen. Jeden Tag wollen die Eltern wandern. An einem
Nachmittag machen sich Steffi und Anne allein auf den Weg zur Burg. Auf einmal entdecken
sie eine dunkle Höhle. Anne schaltet ihre Taschenlampe ein, und vorsichtig schleichen die
beiden Mädchen hinein. In der Höhle ist es sehr unheimlich. Erschrocken bleiben beide
stehen, weil sie ein scharrendes Geräusch hören. Sie lauschen gespannt und wagen kaum
noch zu atmen. Ein Schatten kommt immer näher und springt an Steffi hoch. "Ach du
bist es!" ruft Steffi erleichtert und streichelt ihren kleinen Hund.
(99 Wörter)
Klasse 4
Diktat Nr.20
Scherben
Letzten Samstag
wollte Ina ihren Eltern, die noch schliefen, eine Freude machen. Leise stand sie auf, zog
sich an und schlich in die Küche. Zuerst holte sie die Tassen und Teller aus dem Schrank
und deckte den Tisch. Die Marmelade stand ganz oben im Schrank. Ina stellte sich auf die
Zehenspitzen und streckte sich danach. Aber da passierte es! Mit einem lauten Knall fiel
das Marmeladenglas auf den Boden und zerbrach. In diesem Augenblick kam Mutti in die
Küche. Sie tröstet Ina: "Sei nicht traurig! Es ist nicht schlimm, dass das Glas
kaputt ist. Jetzt wollen wir aber frühstücken."
(100 Wörter) |